Inhaltsverzeichnis:
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- Die Gefäßchirurgen aus Siegen informieren über ein Krankheitsbild an der aufsteigenden Aorta
- Wie entsteht ein Aneurysma an der Aorta ascendens? Infos aus dem Aortenzentrum in Siegen
- Wie gefährlich ist ein Aneurysma an der Aorta ascendens?
- Aneurysma der Aorta ascendens: Symptome und Warnsignale
- Diagnostische Verfahren zur Erkennung eines Aneurysmas der Aorta ascendens
- Behandlung und Therapie bei einem Aneurysma an der Aorta ascendens in Siegen
- Moderne minimalinvasive Therapieansätze
- Prävention: So lässt sich das Risiko eines Aneurysmas der Aorta ascendens senken
Die Gefäßchirurgen aus Siegen informieren über ein Krankheitsbild an der aufsteigenden Aorta
SIEGEN. Die Aorta, die Hauptschlagader und größte Arterie des menschlichen Körpers, transportiert das sauerstoffreiche Blut vom Herzen zu allen anderen Organen des Körpers. Anatomisch wird sie in verschiedene Abschnitte unterteilt:
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- in die aufsteigende Aorta ascendens,
- den Aortenbogen (Arcus aortae),
- die absteigende Aorta descendens
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Eine Gefäßaussackung an der Aorta ascendens, medizinisch als Aneurysma bezeichnet, hat bis zum Auftreten von Komplikationen einen asymptomatischen Verlauf. Ihre Therapie kann eine Herausforderung für die behandelnden Ärzte sein. In der Gefäßchirurgie Siegen kümmern sich die Ärzte.
Wie entsteht ein Aneurysma an der Aorta ascendens? Infos aus dem Aortenzentrum in Siegen
Als häufigste Ursache für die Entstehung eines Aneurysmas an der Aorta ascendens gilt die Arteriosklerose, umgangssprachlich als Arterienverkalkung bezeichnet. Bei jüngeren Patienten kann ein Aneurysma im aufsteigenden Teil der Aorta in Verbindung mit dem Marfan-Syndrom, seltener mit dem Loeys-Dietz-Syndrom, stehen. Auch familiäre Aortenaneurysmen, genetische Variationen und Anlagestörungen der Aortenklappe sind als Risikofaktoren zu nennen.
Das Risiko einer Ruptur eines Aortenaneurysmas hängt von dessen Durchmesser ab. Liegt der Durchmesser über 55 Millimeter, übersteigt das Sterblichkeitsrisiko das Risiko, das von einer Operation ausgeht. Das heißt, eine operative Therapie ist notwendig.
Wie gefährlich ist ein Aneurysma an der Aorta ascendens?
Ein Aneurysma der aufsteigenden Aorta stellt eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung dar. Da es oft über Jahre asymptomatisch verläuft, bleibt es häufig unentdeckt, bis Komplikationen auftreten. Zu den gefährlichsten Komplikationen zählt die Ruptur, also das Reißen der Gefäßwand, das zu einer massiven inneren Blutung führen kann. Ein weiteres Risiko stellt die sogenannte Aortendissektion dar, bei der sich die innere Gefäßwand der Aorta ablöst und das Blut zwischen die Wandschichten eindringt. Beides kann innerhalb kürzester Zeit lebensbedrohliche Zustände hervorrufen.
Die Wahrscheinlichkeit einer Ruptur steigt mit der Größe des Aneurysmas. Studien zeigen, dass Aneurysmen mit einem Durchmesser von mehr 5,5 cm ein signifikant erhöhtes Risiko für eine spontane Ruptur haben. Auch bestimmte Lebensgewohnheiten wie Bluthochdruck, Rauchen oder eine genetische Prädisposition können das Risiko weiter erhöhen.
Aneurysma der Aorta ascendens: Symptome und Warnsignale
Obwohl ein Aneurysma der Aorta ascendens oft ohne Beschwerden verläuft, können in manchen Fällen Symptome auftreten. Diese sind meist unspezifisch und sind leicht mit anderen Herzerkrankungen zu verwechseln. Mögliche Anzeichen eines asymptomatischen Aneurysmas an der Aorta ascendens sind:
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- Druckgefühl oder Schmerzen in der Brust
- Atemnot
- Heiserkeit durch Druck auf den Kehlkopfnerv
- Schluckbeschwerden
- Kreislaufprobleme oder Ohnmacht
- Rückenschmerzen, insbesondere zwischen den Schulterblättern.
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Treten diese Symptome auf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, da eine frühzeitige Diagnose und Behandlung lebensrettend sein kann.
Diagnostische Verfahren zur Erkennung eines Aneurysmas der Aorta ascendens
Da ein Aneurysma häufig symptomlos bleibt, wird es oft zufällig bei Untersuchungen entdeckt, die aus anderen Gründen durchgeführt werden. Zur genauen Diagnose stehen verschiedene bildgebende Verfahren zur Verfügung
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- Ultraschall (Echokardiographie): Eine erste, nicht-invasive Methode, um Verdachtsfälle abzuklären.
- Computertomographie (CT-Angiographie): Liefert detaillierte Querschnittbilder der Aorta und hilft, Größe und Lage des Aneurysmas genau zu bestimmen.
- Magnetresonanztomographie (MRT): Eine strahlungsfreie Alternative zur CT, besonders für regelmäßige Verlaufsuntersuchungen geeignet.
- Herzkatheteruntersuchung: Wird in speziellen Fällen zur weiteren Beurteilung durchgeführt.
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Behandlung und Therapie bei einem Aneurysma an der Aorta ascendens in Siegen
Wie ein Aneurysma an der Aorta ascendens behandelt wird, ist abhängig von der Schwere der Erkrankung, dem Allgemeinzustand des Patienten und von der Frage, ob bestimmte Vorerkrankungen vorliegen. In Abhängigkeit davon wird der Gefäßchirurg zu regelmäßiger Kontrolle oder einer Operation raten. Während der Verlaufskontrolle können blutdrucksenkende Medikamente verordnetet werden. Auch andere Risikofaktoren, wie Rauchen oder Übergewicht, sollten reduziert werden. Ist das Aneurysma an der Aorta ascendens jedoch sehr ausgeprägt, wird es grundsätzlich mit einer offenen OP behandelt. Bei dieser Operation wird der Patient an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Der vom Aneurysma betroffene Abschnitt der Aorta wird durch eine Gefäßprothese ersetzt.
Moderne minimalinvasive Therapieansätze
In den zurückliegenden Jahren haben sich auch minimalinvasive Behandlungsverfahren weiterentwickelt. Bei bestimmten Patienten kann ein endovaskulärer Eingriff infrage kommen, bei dem ein Stentgraft über einen Katheter in die Aorta eingebracht wird. Diese Methode eignet sich jedoch eher für Aneurysmen im absteigenden Bereich der Aorta.
Prävention: So lässt sich das Risiko eines Aneurysmas der Aorta ascendens senken
Nicht alle Risikofaktoren sind beeinflussbar. Dennoch lässt sich die Wahrscheinlichkeit der Entstehung eines Aneurysmas beeinflussen:
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- Blutdruckkontrolle: Ein gut eingestellter Blutdruck reduziert den Druck auf die Aortenwand.
- Rauchstopp: Rauchen ist einer der größten Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen.
- Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene, fettarme Ernährung unterstützt die Gefäßgesundheit.
- Regelmäßige Bewegung: Moderate körperliche Aktivität kann das Risiko von Arteriosklerose verringern.
- Medikamentöse Therapie: In manchen Fällen können Medikamente zur Stabilisierung der Gefäßwände beitragen.
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Eine frühzeitige Diagnose und regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind entscheidend, um das Risiko einer Ruptur oder Dissektion zu minimieren. Wer Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen oder genetische Vorbelastungen hat, sollte sich regelmäßig von einem Gefäßspezialisten untersuchen lassen.